VON: PETRA-SABINA HERRMANN, FRIEDBERGER ALLGEMEINE
Aktion "Hofplan" soll die Vermarktung neu organisieren
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Friedberg (hera). Die Bedeutung des Waldes sowohl für die heimische Wirtschaft wie auch für die Ökologie - das stand im Mittelpunkt bei der Jahreshauptversammlung der Betriebsgemeinschaft Landwirtschaft und Forsten. Um diese Funktion auch in Zukunft erfüllen zu können, wurde die Aktion "Hofplan Wald" vorgestellt.
Der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft, Leo Büchler, zeigte sich dankbar für ein erfolgreiches Jahr 2005. Der Geschäftsführer der Betriebsgemeinschaft, Anton Wittmann, gab einen kurzen Überblick über das ablaufende Geschäftsjahr. "Dank der kühlen Witterung hielt sich der Käferbefall in Grenzen." Erfreut berichtete Kassenwartin Sabine Hartl, dass mittlerweile 81411 Euro Einnahmen nur 72203 Euro Ausgaben gegenüberstehen. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. |
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Leo Büchler (Vorsitzender), Alois Schambeck (Diplom-Forstwirt), Wilfried Reuder (Diplom-Forstwirt), Heinrich Thummert (Geschäftsführer Bayern-Forst GmbH), AntonWittmann (Geschäftsführer der FBG. |
Fichte stößt an Grenzen
Auch die Bereichsleiter der neuen Forstverwaltungsstelle in Biburg stellten sich vor. Dabei blieb die bekannte Struktur mit den Bereichsleitern erhalten. Zuständig für die Abnahme von Fördermaßnahmen im Wald ist Axel Heiß. Er wies auch auf zunehmende Trockenphasen durch die Klimaerwärmung hin. „Die Fichte wird bei trockenen Böden an Grenzen stoßen“, sagte er und warb für eine Erhöhung des Mischbaumanteil. Sein Kollege Meßmer Hubert ist der zuständige Berater der Forstwirtschaft in Schwaben. Deren neuestes Projekt ist die Erarbeitung des derzeitigen Zustandes mit Hilfe eines Fragebogens und die daraus resultierende Auswertung.
Über das neue Projekt Hofplan Wald gaben die Diplomforstwirte Alois Schambeck und Wilfried Reuder Auskunft. Es ist ein Programm zur Optimierung der Holzvermarktung und Logistik. Dabei erhält der Waldbesitzer eine Forstbetriebskarte im Maßstab 1:5000, in der alle Waldbestände nach Altersstufen farbig dargestellt sind. In einem eigenen Text- und Tabellenteil ist der Bestand nach Flächengröße, Baumarten, Alter, Holzvorrat und Nutzungsmöglichkeit für die nächsten zehn Jahre beschrieben. Abfrageergebnisse sind in Tabellen- und Kartenform sofort verfügbar. Detailkarten können sofort per Email oder Fax mit Zusatzinformationen für die Holzabfuhr verschickt werden. So können Holzsortimente gezielt gesucht und Waldbesitzer direkt angesprochen werden.
„Natürlich werden keine Informationen über Vorräte, Baumarten, Alter oder Bonitäten gespeichert“, betonte Schambeck. Die Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Nur die forstlichen Zusammenschlüsse erhalten summarische Daten, aber keine Einzeldaten von Mitgliedern. Erst nach umfassender Information durch die Forst-sachverständigen erklären die Waldbesitzer ihre Beteiligung am Hofplan Wald. Erst dann nehmen qualifizierte Sachverständige die Waldbestände auf und fertigen den Hofplan. Die Kosten sind abhängig von der Gesamtfläche der teilnehmenden Waldbesitzer und der Größe des Waldes.





