Hofplan Wald

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"Hofplan Wald" verbessert Marktchancen

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VON: DER NEUE TAG


Er gibt den Waldbauern mehr Planungssicherheit - Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft

 

Amberg-Sulzbach. (hi) Den "Hofplan Wald" stellte bei der Obmännerversammlung der Waldbauern in der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Amberg-Schnaittenbach der Diplomforstwirt Alois Schambeck aus Regensburg vor. Nicht weniger zukunftsweisend war der Bericht des Geschäftsführers Uli Hausmann über die Holzpreise, die Situation der Vermarktung und die Pflanzenbestellung.

 

Der "Hofplan Wald" ist ein forstliches Informationssystem, das bayernweit einen einheitlichen und genormten Standard garantiert und den Waldbesitzern die Holzbereitstellung mit besseren Marktchancen eröffnet. Dies bestätigte auch Dr. Konrad Lautenschlager, früher an maßgebender Stelle in München für die Forstwirtschaft tätig; er war auch der Initiator und Ideengeber des "Hofplans Wald" für die FBG Aiglsbach und Umgebung, ein Modell, das vorgestellt wurde. Der Experte von "Bayern-Forst GmbH München", Alois Schambeck, stellte die Frage in den Raum, wie ein Waldbauer Kapital aus seinem Wald ohne Gefährdung der Nachhaltigkeit schlagen könne. Waldbesitzer brauchten auch Planungssicherheit. Er meine, dass im Wald sehr viel Holz ohne Nutzung kaputt gehe.

 

Schambeck stellte die Bereiche des "Hofplans Wald" für den Waldbesitzer und die FBG vor. Die FBG bekomme gute Daten für die Holzvermarktung und eine gute Logistik. Der Preis für einen solchen Plan sei ein Mischpreis und damit erschwinglich. Der Waldbesitzer erhalte zum Beispiel mit dem "Hofplan Wald" eine Forstbetriebskarte, in der die Waldbestände nach Altersstufen dargestellt seien.

 

Beschrieben würden Flächengröße, Baumartenanteile, Alter des Holzes, Vorrat an Masse und Qualität, Nutzungsmöglichkeiten in den nächsten zehn Jahren, Pflegedringlichkeit und Sortenverteilung. Erreicht werde auch eine Optimierung der Holzabfuhr und eine sichere Aussage über nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten nach Baumarten, Holzmasse und Holzsorten.

 

Vorsitzender Gerhard Gradl aus Reusch versicherte, dass man den "Hofplan Wald" zu einem Thema in den Gebietsversammlung machen werde: am Mittwoch, 9. November, in der Gastwirtschaft Michl in Oberleinsiedl, am Montag, 14. November, in der Gaststätte Schiffl in Massenricht, am Dienstag, 15. November, im Pfarrheim in Pittersberg, am Montag, 21. November, im Gasthaus Dotzler in Freudenberg und am Mittwoch, 23. November, in der Bergschänke in Allersburg.

 

Geschäftsführer Uli Hausmann informierte zusammen mit Forstoberrat Thomas Groha über die aktuelle Holzsituation, die Einbeziehung und die Anfahrtsmöglichkeiten der Sägewerke, die Holzpreise und das vermarktete Wertholz. Zahlen wird es am 13.Januar 2006 bei der Jahresversammlung in Theuern geben.