Hofplan Wald

...Forstliches Informationssystem

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Wald wandert in den Computer

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VON: DER NEUE TAG

Mit "Hofplan" erhalten Waldbesitzer wichtige Nutzungsdaten

Forstbetriebsgemeinschaft informiert

Amberg-Sulzbach. (hi) Der "Hofplan Wald" ist ein wichtiges forstliches Informationssystem für den Privat-und Kommunalwald. Bei einer Serie von fünf Versammlungen der Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach gab es praxisnahe Informationen.

Dieses System soll bayernweit einheitliche und genormte Standards sicherstellen und garantieren. Informationen dazu gab es von Vorsitzendem Gerhard Gradl und den Diplomforstwirten Alois Schambeck und Karlheinz Schöppl, sowie Dr. Konrad Lautenschlager aus Ensdorf.

Die Firma "Bayern-Forst" bietet und den Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft eine gemeinschaftliche Aufnahme ihrer Waldbestände an. Die Aufnahme vor Ort, die Auswertung der Daten und die Ausarbeitung zum "Hofplan Wald" erfolgt durch Forstsachverständige. Bei einem ersten Prejekt in Aiglsbach hatten 60 Prozent der dortigen FBG-Mitglieder teilgenommen.

Langfristig angelegt

Dieser "Hofplan Wald" ist eine Art langfristiger Nutzungsplan für Waldbesitzer, Land- und Forstwirte, der diesen über einen Zeitraum von zehn Jahren die Nutzungsmöglichkeiten in ihren Waldbeständen aufzeigen soll.

Während in der Landwirtschaft die Produktionspotenziale vielfach ausgereizt sind, werden die Nutzungsmöglichkeiten im Wald nach Auffassung von Experten bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Holzvorräte haben gewaltig zugenommen, gerade auch im bäuerlichen Wald und im Kleinwaldbesitz, da sich die Zuwächse wegen des Temperaturanstiegs und der Erhöhung der CO-2 Konzentration verstärkt haben. Gleichzeitig wurde nur ein Bruchteil des Zuwachses geerntet. Da die Zuwächse aber in Abhängigkeit von der Baumart, vom Bestandsalter und von den Bodenverhältnissen, insbesondere der Bodenfeuchtigkeit stark schwanken, ist es notwendig, diese in den einzelnen Beständen der jeweiligen Waldbesitzer vor Ort zu ermitteln.

Der Waldbesitzer erhält als Ergebnis eine "Forstbetriebskarte" mit Text- und Tabellenteil. Ob dann der Waldbesitzer die vom Fachmann empfohlenen Durchforstungs- und Holzerntemaßnahmen ganz, teilweise oder gar nicht durchführt, bleibt seiner eigenen Entscheidung überlassen. Er kann so aber erfahren, wie viel er jährlich einschlagen könnte, ohne den Holzvorrat seines Waldes effektiv zu verringern.

Streng vertraulich

Diese Daten werden streng vertraulich behandelt. Der Waldbesitzer kann den "Hofplan" zum Beispiel auch im Zusammenhang mit der Hofübergabe oder sonstigen Erbangelenheiten als Grundlage für eine Wertermittlung verwenden. Privatwaldberatern gibt er bei forstlichen Fördermaßnahmen wichtige Einblicke. Die FBG Amberg-Schnaittenbach ist, bezogen auf die Fläche, eine der größten in Bayern.Trotz der guten Vermarktungszahlen in den letzten Jahren sieht die Geschäftsleitung noch ein gewaltiges Steigerungspotenzial, wie bei den Gebietsversammlungen in Pittersberg, Oberleinsiedl, Massenricht, und Freudenberg bedeutet wurde. Im "Hofplan Wald" wird nicht nur eine interne Informationsgrundlage für den Waldbesitzer, sondern auch eine Marktpositionierung der Gemeinschaft gesehen.

Bis zu 40 Euro pro Hektar

Die Kosten für den "Hofplan Wald" schwanken zwischen 30 und 40 Euro pro Hektar. Eine exakte Kalkulation ist aber erst möglich, wenn feststeht, wieviele Waldbesitzer sich mit welchen Waldfläche freiwillig beteiligen wollen.